Filterschläuche in der
thermischen Abfallbehandlung

Thermische Abfallbehandlungsanlagen stellen hohe Anforderungen an die Entstaubung. Dies betrifft nicht nur die thermische und chemische Beständigkeit der eingesetzten Filterschläuche, sondern auch die Abscheideleistung.  Gemäß der siebzehnten Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (17. BImSchV) ist in Deutschland ein Staubemissions-Grenzwert von kleiner 10 mg/Nm³ einzuhalten. Die geforderten Emissionsgrenzwerte können mit unseren Filtermedien mit entsprechender chemischer Ausrüstung sicher erreicht werden.

Typische Betriebsbedingungen:

 

Dauertemperatur   (°C): 100-220°C
Spitzentemperatur (°C): Orientierend an den zulässigen Temperaturspitzen der verwendeten Faserpolymere
Staub: Flugasche, Sorptionsprodukte
Staubeigenschaften: rieselfähig bis agglomerierend
Staubquelle: Rostfeuerung, verschiedenste Sorptionsverfahren
Schadgase: H2O, HCl, HF, NOx, SOx
Abreinigungsverfahren: Pulse Jet
Brennstoffe: Haus-, Industrie- und Klinikmüll, Klärschlamm 

 

Besondere Anforderungen an Filtermedien in der thermischen Abfallbehandlung:

  • Hohe Temperaturbeständigkeit
  • Gute chemische Beständigkeit 
  • Hohe Abscheideleistung 

Gewebe- und Faserarten für Filtermedien in der thermischen Abfallbehandlung:

needlona®-Filtermedien aus Polyphenylensulfid (PPS)-, Polyimid (PI)-, Premium Fibre Blend (PFB)- und Polytetrafluorethylen (PTFE)-Fasern eignen sich aufgrund ihrer hohen Temperatur- und guten Chemikalienbeständigkeit besonders für die Entstaubung von thermischen Abfallbehandlungsanlagen.

Bewährt hat sich zudem der Einsatz von Mischungen aus den genannten Fasern auf dem chemisch und thermisch widerstandsfähigen PTFE-Gewebe. Durch den Einsatz des PTFE-Gewebes bleibt die Festigkeit des Filtermediums auch bei anspruchsvollen Betriebsbedingungen über einen langen Zeitraum erhalten.

Je nach Rauchgasreinigungsverfahren empfehlen wir, die needlona®-Filtermedien zusätzlich mit einer CS30 oder CS31®-Schutzausrüstung zu veredeln. Diese Ausrüstung erhöht den Abscheidegrad und steigert dadurch deutlich die Filtrationsleistung des Filtermediums.  

Alle Filtermedien-Typen sind auch als MPS®-Filtermedien erhältlich. Die vergrößerte Filterfläche der MPS®-Filtermedien sorg dafür, dass die Stäube hochwirksam abgeschieden werden.  

Für die Filtration von Feinstaub eignen sich besonders PM-Tec®-Filtermedien aus needlona®-Nadelfilz oder Glasfasergewebe. Durch eine auflaminierte ePTFE-Membrane werden feinste Staubpartikel bereits an der Oberfläche abgeschieden. PM-Tec®-Filtermedien ermöglichen so die Einhaltung von niedrigsten Staubemissionsgrenzwerten.