Filterschläuche
in der Nichteisenmetall-und Stahlproduktion

In der Nichteisenmetall- und Stahlproduktion ist die zuverlässige Reduzierung von Emissionen  in den unterschiedlichsten Fertigungsverfahren ein nicht mehr wegzudenkender Prozess. Hohe Filterflächenbelastungen und unterschiedliche Schadgaszusammensetzungen (z.B. bei Schrottrecycling) können das Filtermedium angreifen und die Abscheideleistung beeinträchtigen. Unsere Filterschläuche verfügen über hervorragende Filtrationseigenschaften und werden seit vielen Jahren erfolgreich in der Entstaubung von metallurgischen Produktionsanlagen eingesetzt.

Typische Betriebsbedingungen:

Dauertemperatur (°C): 40-250°C
Spitzentemperatur (°C): Orientierend an den zuständigen Temperaturspitzen der verwendeten Faserpolymere
Staub: Koks- und Kohlestaub, Metalloxide, Reaktionsprodukte, Sinterstaub,
Staubeigenschaften:  abrasiv, agglomerierend, elektrostatisch aufladbar, fein, pyrophor
Staubquelle: Elektrolichtbogenofen, Gießerei, Hochofen, Konverter, Kupolofen, Mühle, Silo, Sinterband, Transportstation, Trockensorption, Trockner, Zyklon 
Schadgase: H2O, HCl, NOx, SOx,
Abreinigungsverfahren: Pulse Jet, Reverse Air, Rüttelfilter
Brennstoffe: Braunkohle, Erdgas, Koks, Petkoks, Steinkohle

Besondere Anforderungen an Filtermedien in der Nichteisenmetall- und Stahlproduktion:

  • Abrasionsbeständigkeit
  • Beständigkeit gegenüber gelegentlichem Funkenflug und pyrophoren Stäuben
  • Hydrolysebeständigkeit nach Quenchen
  • Abscheidung von Feinstaub

Gewebe- und Faserarten für Filtermedien in der Nichteisenmetall- und Stahlproduktion:

needlona®-Filtermedien aus homopolymerem Polyacrylnitril (DT)-, Polyester (PE)-, Polyphenylensulfid (PPS)-, m-Aramid (NO)- und Polytetrafluorethylen (PTFE)- Fasern haben sich bei der Entstaubung von metallurgischen Produktionsanlagen besonders bewährt. In Einzelfällen kommen auch needlona®-Filtermedien aus Polyimid (PI) und Premium Fibre Blend (PFB) zum Einsatz.

Bei der Entstaubung von Hochöfen oder bei der Absaugung von Lichtbogenöfen, können Funken in die Filteranlage gelangen. Je nach Anlagenkonzeption werden unsere Filtermedien deshalb mit einer zusätzlichen funkenabweisenden Ausrüstung veredelt. Bei abrasiven Stäuben wie z.B. Stahlstaub oder Aluminiumoxid kann eine zusätzliche Silikon-Ausrüstung der Einzelfasern die mechanische Beanspruchung des Filtermediums reduzieren und somit die Standzeit deutlich verlängern.

Alle Filtermedien-Typen sind auch als MPS®-Filtermedien erhältlich. Die vergrößerte Filterfläche der MPS®-Filtermedien sorgt dafür, dass die Stäube hochwirksam abgeschieden werden.  

Für die Filtration von Feinstaub eignen sich besonders PM-Tec®-Filtermedien aus needlona®-Nadelfilz oder Glasfasergewebe. Durch eine auflaminierte ePTFE-Membrane werden feinste Staubpartikel bereits an der Oberfläche abgeschieden. PM-Tec®-Filtermedien ermöglichen so die Einhaltung von niedrigsten Staubemissionsgrenzwerten.